britische stars haben eine art gewerkschaft für musiker gegründet. hierbei wehren sie sich angeblich gegen die musikindustrie, und fordern mehr rechte an ihren eigenen liedern. unter anderem dabei: kate nash, the verve, radiohead, david gilmour und die kaiser chiefs.
derzeit besitzt die musikindustrie, bzw. die plattenlabels der künstler, den großteil der rechte der produzierten musik, wenn nicht sogar alle rechte. zwar wird so die musik möglichst gewinnbringend vertrieben, jedoch verdienen die musiker dabei kaum was, wie steve albinis* berühmter aufsatz „the problem with music“ zeigt: das einkommen der musiker selbst bei majorlabels beträgt 781 usd. ein viel zu geringer betrag wie die musiker meinen. verdienen tuen die nämlich größtenteils an ihren konzerten.
bei indielabels bestehen diese probleme übrigens meisten nicht.
commander meint: ein weiterer schritt zur entmachtung der musikindustrie? zwar ist es nicht wirklich die böse böse musikundustrie, wie man sonst immer sagt, immerhin verhilft diese den artisten zum ruhm und immerhin haben jene den vertrag bei den majorlabels unterschrieben, aber die konditionen bei einem vertrag sind zugegebenermaßen unwürdig sie einzugehen. musik ist geistiges eigentum. und dieses eigentum sollte bei den künstlern bleiben. klar sollten die labels ebenfalls ihren anteil abbekommen, da sie für den vertrieb sorgen. aber nicht in dem hohen ausmaß. man sollte jedoch die künstler nicht als verfechter sehen, die noch für das gute kämpfen – ihnen geht es auch nur ums geld .
*steve albini: berühmter kritiker der majorlabels und musikindustrie. er selbst war jedoch selbst als produzent tätig (z.B. nirvanas „in utero“ – ein meilenstein der rockgeschichte), also quasi mittäter. was die glaubwürdigkeit seines aufsatzes jedoch nicht in frage stellt, sondern im gegenteil bestärkt.


